Hingucker bei der HARMONIE

Nassauische Neue Presse – 11. Februar 2013

Klamauk, Tänze, bunt kostümierte Narren und ein blendend aufgelegter Sitzungspräsident. Die Kappensitzung der Harmonie hatte alles, was eine Kappensitzung so braucht.

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Von Klaus-Dieter Häring

Limburg-Lindenholzhausen. Einmal in andere Rollen schlüpfen: Ute Noll, Constanze Schmitt und Tina Giehl (von links) sangen davon, wie es ist, einmal Prinz zu sein. Christopher Dietz führte durch das üppige Programm – bis weit nach Mitternacht wurde in der sehr gut besuchten Narrhalla gefeiert.

Die Gardemädchen hatten die schwere Aufgabe, den bunten Abend zu eröffnen. Und gleich danach wurde wieder getanzt: Die “Cheerleader” begeisterten ebenfalls mit ihrem Auftritt. Dann kam ein Wortakrobat: Ein Garant für den spitzzüngigen Humor ist Andreas Jung, der den Harmonie-Sitzungen seit vielen Jahren mit dem Doubeln von Comedy-Größen seine persönliche Note verleiht. “Einmal Prinz zu sein”, das “Kufsteinlied” und “Grüezi und Hallo” – mit Gassenhauern kam die Frauengruppe der Harmonie auf die Bühne, aber so ganz ohne Unterstützung der Männer kamen die Damen dann doch nicht aus. “Stargast Schetse” war ein Augenschmaus.

Aber eine Harmonie-Sitzung ohne jede Menge Gesang geht gar nicht. Die “Jungen Sänger” sangen zum Beispiel von Jan Schumacher, Olympia und der Reise nach Wales – der gelungene Abschluss war das Lied “Harmonisten steh‘n zusammen”. Seit vielen, vielen Jahren gehört das “Harmonie-Ballett” zu den optischen Höhepunkten der Sitzung. In diesem Jahr wirbelten die Tänzer als Holländerinnen mit farbenprächtigen Kostümen über die Bühne – zum Dank gab es lautstarke Zugabe-Rufe.

Natürlich gab es auch wieder Gäste auf der Bühne: “Die kleinen warmen Kartoffelklöschen” aus Kirberg, sind schon seit vielen Jahren in Hollesse zu Gast, in diesem Jahr präsentierten sie die “Green-man-Show”.

Eine Augenweide war auch Pfarrer Friedhelm Meudt: Er stand als “Themse Lisbett” in der Bütt und hatte so einiges von den Royals aber auch vom Limburger Weihnachtsmarkt zu berichten. Und er hatte einen Tipp für die gewinnbringende Verwertung der Glühweinreste: “Am Strand am Ballermann, da verkauft man die Glühweinreste, die saufen alles, die Ballermanngäste.”

Unter einem Stau auf der Autobahn zu leiden hatten die “Ballett Queens”, die an diesem Abend gleich auf vier Akteure verzichten mussten. Doch auch die kurzfristig eingesprungenen Tänzerinnen machten eine sehr gute Figur, am Ende von “Rock me Amadeus” war eine Zugabe fällig. Einen herrlichen Sketch lieferten in diesem Jahr “Die dollen 6” ab, die unter der Regie von “Oberschwester Tommes” zeigten, wie die Abendtoilette in einem Altersheim abläuft. Auch die Kirmesburschen 2013 ließen es sich nicht nehmen, der Narrenbühne einen Besuch abzustatten: Sie wirbelten als Affen herum.

Ein Hingucker war der Auftritt von Milana Falk und Cynthia Leistikow, die als das Duo “Update” seit vielen Jahren zur Harmonie-Sitzung gehören. Aber der absolute Höhepunkt ist in jedem Jahr der Auftritt von Michie Schmidt: Der “Einling” amüsierte mit jeder Menge Kalauern. Zum Beispiel: “Fragt ein Pilz den anderen Pilz: ,Wie gehts‘s?‘”. Antwortet dieser: “Halt‘s Maul, Pilze könne net schwätze.”