Das Harmonie Festival fördern

Das nächste Harmonie-Festival ist zwar erst in drei Jahren, doch die Vorbereitungen sind schon am Laufen.

International geht es zu, wenn die „Harmonie“ zu ihrem Festival nach Lindenholzhausen einlädt. So war es 2011, so soll es auch 2017 werden.

International geht es zu, wenn die „Harmonie“ zu ihrem Festival nach Lindenholzhausen einlädt. So war es 2011, so soll es auch 2017 werden.

Limburg-Lindenholzhausen. Dem neuen Förderkreis für das internationale „Harmonie Festival 2017“ gehören Vertreter aus Kultur, Politik und Wirtschaft an. Mitmachen in dem Förderkreis und damit die Großveranstaltung unterstützen kann aber auch jeder ganz normale Bürger, dem das Engagement des Männerchores „Harmonie“ Lindenholzhausen, der Gesang und die Unterstützung des Völkerverständigungsgedankens ein paar Euro im Monat wert sind. Wie hoch diese Unterstützung ausfällt, geschieht nach Ermessen der Förderer.

Natürlich werden auch wieder heimische Unternehmen als Sponsoren gesucht, denn wie Vorsitzender Karl-Heinz Dernbach erläuterte, werde das Sängerfestival zwar von Ehrenamtlichen organisiert, dennoch würden erhebliche Unkosten entstehen, die durch den Verkauf von Eintrittskarten für die Konzerte und die Bewirtschaftung nicht wieder eingespielt werden könnten.

Aufgabe der Mitglieder des Förderkreises ist es, wie der 2. Vorsitzender
Dr. Christopher Dietz erläuterte, bei befreundeten Unternehmern Türöffner zu spielen, die das Festival nicht kennen und in seiner Bedeutung richtig einordnen könnten. Beim Festival 2011 waren alleine 130 Chöre und 45 Folkloregruppen aus 38 Nationen mit an die 6000 Teilnehmern, die insgesamt 20 000 Besucher anlockten. 1981 war das Festival mit 106 Chören aus 19 Nationen gestartet.

Die höchste Beteiligung hatte es 1993 mit 218 Chören und 62 Folkloregruppen gegeben.

Wie Dietz erläuterte, sind danach die Teilnehmerzahlen wieder gesunken, da die Zahl der Festivals in Deutschland immer mehr in die Höhe gegangen sei. Es gebe mittlerweile auch Agenturen, die aus solchen Chorfestivals ein Geschäft machten. Die „Harmonie“-Verantwortlichen sehen sich aber als einer der Urväter der internationalen Chorfestivalidee in Deutschland und wollen ihrer familiären Linie treu bleiben.

Dass viele Formationen immer wieder kommen, zeigt nach Einschätzung von Dernbach, wie wohl sich die Sänger aus der ganzen Welt in Lindenholzhausen fühlten. So schaffe es die „Harmonie“ immer wieder, Gastchöre zu finden, die Chöre aus dem Ausland während der Festivalwoche privat unterbringen.

Völkerverständigung

Beim „Harmonie Festival“ gehe es also nicht nur um hochklassigen Chorgesang, es werde ebenfalls die Idee der Völkerverständigung gelebt, verdeutlichte Dernbach. Und die Übernahme der Schirmherrschaft durch Bundeskanzlerin Angela Merkel beim vergangenen Festival, sei eine große Ehre für den Verein gewesen, unterstrich der Vorsitzende nach der Gründung des Förderkreises. Mit den Teilnehmerzahlen und der hohen Qualität der Auftritte möchte die „Harmonie“ 2017 an die Vorgängerveranstaltung anknüpfen.

Dietz stellte aber klar, dass nicht nur Chöre aus dem Ausland, sondern auch aus Deutschland und der heimischen Region willkommen seien. Nach Qualität vorauszusieben, das mache die „Harmonie“ nicht, so dass prinzipiell jeder Chor dabei sein könne.

Landrat Manfred Michel (CDU) lobte als Mitglied des neuen Förderkreises die herausragende Organisation beim „Festival der kurzen Wege“. Der heimische Chorgesang sei in der Szene sowieso in aller Munde, wie sich vergangenes Wochenende wieder an den vorderen Platzierungen der heimischen Chöre beim Deutschen Chorwettbewerb gezeigt habe. Andererseits gebe es aber auch Orte im Kreis, wo es schwer geworden sei, die Männerchortradition weiter aufrechtzuerhalten. Von daher brauche es Höhepunkte wie das „Harmonie Festival“, um neue Menschen für den Chorgesang zu begeistern.

Werbung für Limburg

Nach Einschätzung von Limburgs Bürgermeister Martin Richard (CDU) mache das „Harmonie Festival“ die Stadt Limburg überregional bekannter und beliebter. Der Landkreis sei verwöhnt mit vielen guten Chören, betonte der CDU-Landtagsabgeordnete Joachim Veyhelmann. Das Festival der „Harmonie“ sei aber wegen seiner Internationalität noch einmal ganz etwas Besonderes.

Manfred Bender vom Deutschen Centrum für Chormusik versprach, seine internationalen Kontakte zu nutzen, um möglichst viele interessante Chöre aus dem Ausland für das Festival 2017 zu begeistern. Bender sieht positiv in die Zukunft der Chorszene, denn es würden mehr junge Leute denn je singen. Allerdings sieht er auch, dass sich viele von ihnen nicht mehr an traditionelle Vereine binden wollten.