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Seniorentag der Harmonie

Am 31. März hatte die HARMONIE wieder zum Seniorentag geladen.
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Manfred Neunzerling wurden die Vereinssenioren durch herzerfrischende und fröhliche Gesangsvorträge des Kinderchores „Young Harmonists“, unter der charmanten Leitung und Moderation der Chorleiterin Dorothee Laux, erfreut und zum Mitsingen eingeladen. Die Harmonie-Senioren ließen sich auch nicht lange bitten und stimmten kräftig mit ein, was sich dann auch sehr positiv auf die Stimmung aller Beteiligten auswirkte. Positive Wirkung hatte natürlich auch das Kuchenbuffet, das die Frauen des Vereins vorbereitet hatten und allseits großen Anklang fand. Der Seniorentag in froher Runde mit Kaffee und Kuchen, dem Singen bekannter Volkslieder, dem Anschauen schöner Erinnerungsvideos von den HARMONIE-Festivals, und natürlich auch mit einem leckeren Abendessen, wurde auch in diesem Jahr wieder zu einem sehr emotionalen und freudigen Erlebnis für alle Beteiligten. Gedankt sei allen Helferinnen und Helfern des Vereins, die den Seniorentag so wunderbar gestalteten und organisierten.

Die Kinder- und Jugendchöre der „Young Harmonists“ laden alle Kinder und Jugendlichen ganz herzlich dazu ein im Chor mitzusingen. Interessierte Kinder, Jugendliche und Eltern können sich bei Karin Röhrig unter der Telefonnummer 06431-971964 melden um weitere Informationen zu erhalten.

Fassenacht der Harmonie – Kappensitzung für Jung und Alt

Wie in jedem Jahr gab es auch 2019 wieder eine Fassenacht für alle „Altersklassen“ bei der Harmonie.
Und natürlich haben „Harmoniesierende“ auch keine Berührungsängste mit ihren närrischen Mitstreitern aus der ganzen Region. Sitzungspräsident Christopher Dietz präsentierte ein Füllhorn verschiedener Akts, die nicht nur aus Lindenholzhausen sondern auch aus Niederbrechen, Mensfelden, Flacht und Gückingen kamen. Die „Young Generation“ eröffnete das Programm mit einem „Showtanz“. Als erster Gast auf der Bühne marschierte die Garde der „Cäcilia“ auf und brachte das Volk in Stimmung.  Als Büttenredner präsentierten sich der „schönste Jungbauer“ Julian Rompel, die „Zwei Nachtkappen“ Christina Wolf und Dirk Hofbauer, die 3 Grazien Claudia Kurz, Karin Röhrig und Michaela Hilfrich und auch der als „Vater Rhein“ getarnte Pfarrer Friedhelm Meudt wurde in seiner einzigartigen und unverkennbaren Art identifiziert und vom närrischen Volk bejubelt. Die „Sängerhülsen“ nannten sich zwanzig Jungsänger die durch drei verrückte „Frührentner“ unterstützt wurden und besonders mit dem Stück „Bratislava Lover“ und dem „haarigen“ Solisten Max Schmidt den Saal sowie viele „Jungweibliche“ in Wallung brachten.

Die Kirmesburschen 2019 präsentierten sich als „Möhrenknabernde“ oder „pinke Bunnys“. Die „Jungweiblichen Balletttanzenden“ aus Flacht wollten dagegen nur noch über den Wolken schweben, was aber nur kurzzeitig gelang. Die männlichen „Ballett-Queens“ konnten mit Ihrem ouzogetränkten Sirtaki den ganzen Saal in einen Rausch versetzen. Auch die hüpfenden „Party-Eier“ begeisterten mit einem tollen Flamenco. Erstmals auf der harmonisierten Bühne war auch die Tanzgruppe „Inception“ mit einer Weltraum-Choreografie. Als absoluter Höhepunkt des Abends brachte die „Harmonie-Weiblichen-Gruppe“ (früher Frauengruppe genannt) mit ihren dreißig Aktivistinnen den Saal mit einem großartigen Showprogramm zum Kochen.

Sternstunde des Chorgesangs

Nassauische Neue Presse – 07.08.2018

Lindenholzhausen. Der Männerchor der „Harmonie“ Lindenholzhausen hatte zu einem in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Chorkonzert eingeladen. Mit dabei: herausragende Gäste aus Fernost.

Am Ende bezeichnete der „Harmonie“-Vorsitzende Manfred Neunzerling den Abend als „Sternstunde des Chorgesangs“. Die langanhaltenden stehenden Ovationen und Zugabe-Rufe bestätigten, dass er damit den Zuhörern aus dem Herzen sprach. Als Konzertpartner hatten die Sänger der „Harmonie“ um ihren musikalischen Leiter Martin Winkler das Ensemble „Imusicapella“ von den Philippinen gewonnen. Der von seinem Dirigenten Tristan Caliston Ignacio 2002 gegründete Chor zählt heute zu den leistungsstärksten seines Landes und ist Träger internationaler Preise und Auszeichnungen.

Den Auftakt bildete ein von der „Harmonie“ vorgetragenes Potpourri populärer Titel aus der Feder von Friedrich Silcher. Diese Herzstücke der deutschen Männerchorliteratur lagen bei den Sängern aus Lindenholzhausen, die seit vielen Jahren als einer der besten Männerchöre des deutschen Sprachraums gelten, in besten Händen. Vereint wurde dieses Potpourri durch die versierte wie umsichtige Klavierbegleitung von Klaus Cutik. Mit dem a cappella vorgetragenen Titel „Untreue“ demonstrierten die Sänger die musikalische Finesse dieser Chorsätze. Angesichts der Unerschöpflichkeit des Silcherschen Oeuvres hätte man sich von diesen Interpreten auch ein paar weniger bekannte Melodien gut vorstellen können.

Bereits das melancholische „Herbstlied“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy, dargeboten von den Gästen aus Fernost, zeigte einen kammermusikalischen Gesamtklang mit beispielhafter Textdeklamation, von der zahlreiche deutsche Chöre noch lernen könnten. In Werken, wie „Gloria, laus et honor“ von J. Balsamo oder dem „Psalm 117“ von J. Vajda demonstrierten die Sängerinnen und Sänger unter dem sparsamen Dirigat des musikalischen Leiters die Fähigkeit, unterschiedliche musikalische Charaktere in einem Werk schlüssig zu verbinden. In „Mate saule“ und „Laudate Dominum“ der baltischen Komponisten P. Vasks und G. Svilainis meisterte „Imusicapella“ rhythmisch höchst komplexe Musik. Den Abschluss dieses ersten Blocks bildete ein furioser Mambo. Alles dies wurde auswendig vorgetragen und dirigiert. Beides ein Indiz für die souveräne Beherrschung der Materie, welche die Sopranstimmen in schwindelerregende Höhen trieb und ein unglaubliches Tempo erreichte, ohne dass die Präzision darunter litt.

Den zweiten Teil eröffnete die „Harmonie“ mit einem Spiritual-Medley, in dem Kompositionen der amerikanischen Chorkomponisten Moses Hogan, Richard Gilliam und Robert Shaw miteinander verbunden wurden. Mit „My soul is been anchored“, ebenfalls von Moses Hogan, unterstrich Martin Winkler, dass seine Sänger auch dieses Genre gekonnt bedienen.

„Imusicapella“ demonstrierte auch in der zweiten Konzerthälfte, wie flexibel das Ensemble mit unterschiedlichen Stilen umzugehen weiß. Zunächst wurde dies erlebbar mit „Slana padna gane“ von Dobri Hristov, das deutlich von der osteuropäischen Chortradition inspiriert schien. Mit „Pamugun“ von Francisco Feliciano gelang dem Chor ein rhythmisches Feuerwerk, das trotz des Tempos nie an klanglicher Dichte und deklamatorischer Präzision einbüßte. Die tolle Chorleistung wurde noch unterstrichen durch zahlreiche solistische Leistungen, die dem Charakter der Stücke, darunter „Imagine“ von John Lennon oder „Thousand Years“ von Christina Perri, nichts schuldig blieben. Das Chorarrangement von „We will rock you“ geriet zur grandiosen Choreographie, die auch ohne Dirigent perfekt dargeboten wurde – wie das eindrucksvolle Finale: „The circle of life“.

Wahrlich eine Sternstunde des Chorgesangs.