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Bravourös gemeistert

Zum Abschluss der „Harmonie-Akademie“ sang der Lindenholzhäuser Männerchor „Harmonie“ in Frankfurt

Nassauische Neue Presse – 23. Oktober 2014

Abschluss der HARMONIE AKADEMIE in Frankfurt

Abschluss der HARMONIE AKADEMIE in Frankfurt

Limburg-Lindenholzhausen / Frankfurt. Die Katharinenkirche an der Frankfurter Hauptwache ist für die Sänger der „Harmonie“ Lindenholzhausen und ihren Dirigenten Martin Winkler ein bekannter Ort. Schon beim Deutschen Chorfest 2012 konnte der Männerchor aus Lindenholzhausen hier das Publikum begeistern und auch bei seinem jüngsten Konzert gab es wieder Ovationen für die Leistung des Chors.

Anlass für die Reise des Lindenholzhäuser Männerchors „Harmonie“ nach Frankfurt war der Abschluss der „Harmonie-Akademie“. Dirigent Martin Winkler hatte deshalb in den vergangenen Monaten neue Werke mit der „Harmonie“ einstudiert und den Chor in Workshops und Proben mit sieben Gastsängern aus dem Rhein-Main-Gebiet ergänzt, so dass 86 „Harmonisten“ den Raum der Katharinenkirche an der Frankfurter Hauptwache mit ihrem Gesang füllten. Zusätzlich hatte die „Harmonie“ weitere Künstler als Konzertpartner gewinnen können.

Winklers besonderes Augenmerk lag auf einer konzeptionell intelligenten, spannungsvollen und ausgewogenen Programmgestaltung, die alle Vorträge der beteiligten Künstler zu einer großen Einheit verband. So konzertierte neben der „Harmonie“ das Vokalquintett „enCHANTed“, vor allem mit Werken Josef Rheinbergers. Mit differenziert gearbeiteten Stimmführungen, großartigem musikalischem Gespür und nahezu perfekter Intonation wusste das Ensemble das Publikum zu begeistern. Besonders beeindruckend waren die Leistungen von Bariton Ronny Rickfelder und Altistin Beate Leisner, die neben ihrem Auftritt im Ensemble auch solistisch zu hören waren.

Souverän bei der Begleitung der Ensembles präsentierte sich die Bad Homburger Kantorin Susanne Rohn an der Orgel. Besonders hervorzuheben sind allerdings ihre solistischen Qualitäten, die sie mit Werken von Brahms und Stanford, vor allem aber mit Regers Introduktion und Passacaglia d-moll eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Den größten Respekt muss man allerdings der „Harmonie“ zollen, die ihr durchweg anspruchsvolles Programm bravourös meisterte. Klangschön und ausgewogen im Sound, präzise in der Diktion und durch Winklers klares Dirigat angeregt mal sanft, mal zupackend gestaltend, zeigte sich der Chor wunderbar präpariert.

Das Spiel mit dem Raum gelang ebenso wie die gemeinsamen Werke mit Soli und Orgel. Eine dem Chor wie auf den Leib geschriebene Uraufführung „Aarons Segen“ von Hans Georg Hinderberger beendete das offizielle Programm, dem einige Zugaben folgten.

Man darf gespannt sein, wie die „Harmonie“ ihre Akademie weiterentwickelt und welche Innovationen uns als nächstes aus Linden-holzhausen erwarten.

Das Harmonie Festival fördern

Das nächste Harmonie-Festival ist zwar erst in drei Jahren, doch die Vorbereitungen sind schon am Laufen.

International geht es zu, wenn die „Harmonie“ zu ihrem Festival nach Lindenholzhausen einlädt. So war es 2011, so soll es auch 2017 werden.

International geht es zu, wenn die „Harmonie“ zu ihrem Festival nach Lindenholzhausen einlädt. So war es 2011, so soll es auch 2017 werden.

Limburg-Lindenholzhausen. Dem neuen Förderkreis für das internationale „Harmonie Festival 2017“ gehören Vertreter aus Kultur, Politik und Wirtschaft an. Mitmachen in dem Förderkreis und damit die Großveranstaltung unterstützen kann aber auch jeder ganz normale Bürger, dem das Engagement des Männerchores „Harmonie“ Lindenholzhausen, der Gesang und die Unterstützung des Völkerverständigungsgedankens ein paar Euro im Monat wert sind. Wie hoch diese Unterstützung ausfällt, geschieht nach Ermessen der Förderer.

Natürlich werden auch wieder heimische Unternehmen als Sponsoren gesucht, denn wie Vorsitzender Karl-Heinz Dernbach erläuterte, werde das Sängerfestival zwar von Ehrenamtlichen organisiert, dennoch würden erhebliche Unkosten entstehen, die durch den Verkauf von Eintrittskarten für die Konzerte und die Bewirtschaftung nicht wieder eingespielt werden könnten.

Aufgabe der Mitglieder des Förderkreises ist es, wie der 2. Vorsitzender
Dr. Christopher Dietz erläuterte, bei befreundeten Unternehmern Türöffner zu spielen, die das Festival nicht kennen und in seiner Bedeutung richtig einordnen könnten. Beim Festival 2011 waren alleine 130 Chöre und 45 Folkloregruppen aus 38 Nationen mit an die 6000 Teilnehmern, die insgesamt 20 000 Besucher anlockten. 1981 war das Festival mit 106 Chören aus 19 Nationen gestartet.

Die höchste Beteiligung hatte es 1993 mit 218 Chören und 62 Folkloregruppen gegeben.

Wie Dietz erläuterte, sind danach die Teilnehmerzahlen wieder gesunken, da die Zahl der Festivals in Deutschland immer mehr in die Höhe gegangen sei. Es gebe mittlerweile auch Agenturen, die aus solchen Chorfestivals ein Geschäft machten. Die „Harmonie“-Verantwortlichen sehen sich aber als einer der Urväter der internationalen Chorfestivalidee in Deutschland und wollen ihrer familiären Linie treu bleiben.

Dass viele Formationen immer wieder kommen, zeigt nach Einschätzung von Dernbach, wie wohl sich die Sänger aus der ganzen Welt in Lindenholzhausen fühlten. So schaffe es die „Harmonie“ immer wieder, Gastchöre zu finden, die Chöre aus dem Ausland während der Festivalwoche privat unterbringen.

Völkerverständigung

Beim „Harmonie Festival“ gehe es also nicht nur um hochklassigen Chorgesang, es werde ebenfalls die Idee der Völkerverständigung gelebt, verdeutlichte Dernbach. Und die Übernahme der Schirmherrschaft durch Bundeskanzlerin Angela Merkel beim vergangenen Festival, sei eine große Ehre für den Verein gewesen, unterstrich der Vorsitzende nach der Gründung des Förderkreises. Mit den Teilnehmerzahlen und der hohen Qualität der Auftritte möchte die „Harmonie“ 2017 an die Vorgängerveranstaltung anknüpfen.

Dietz stellte aber klar, dass nicht nur Chöre aus dem Ausland, sondern auch aus Deutschland und der heimischen Region willkommen seien. Nach Qualität vorauszusieben, das mache die „Harmonie“ nicht, so dass prinzipiell jeder Chor dabei sein könne.

Landrat Manfred Michel (CDU) lobte als Mitglied des neuen Förderkreises die herausragende Organisation beim „Festival der kurzen Wege“. Der heimische Chorgesang sei in der Szene sowieso in aller Munde, wie sich vergangenes Wochenende wieder an den vorderen Platzierungen der heimischen Chöre beim Deutschen Chorwettbewerb gezeigt habe. Andererseits gebe es aber auch Orte im Kreis, wo es schwer geworden sei, die Männerchortradition weiter aufrechtzuerhalten. Von daher brauche es Höhepunkte wie das „Harmonie Festival“, um neue Menschen für den Chorgesang zu begeistern.

Werbung für Limburg

Nach Einschätzung von Limburgs Bürgermeister Martin Richard (CDU) mache das „Harmonie Festival“ die Stadt Limburg überregional bekannter und beliebter. Der Landkreis sei verwöhnt mit vielen guten Chören, betonte der CDU-Landtagsabgeordnete Joachim Veyhelmann. Das Festival der „Harmonie“ sei aber wegen seiner Internationalität noch einmal ganz etwas Besonderes.

Manfred Bender vom Deutschen Centrum für Chormusik versprach, seine internationalen Kontakte zu nutzen, um möglichst viele interessante Chöre aus dem Ausland für das Festival 2017 zu begeistern. Bender sieht positiv in die Zukunft der Chorszene, denn es würden mehr junge Leute denn je singen. Allerdings sieht er auch, dass sich viele von ihnen nicht mehr an traditionelle Vereine binden wollten.

2017 ist Harmonie-Festival

Chor beginnt mit den Planungen für das Sängerfest

Nassauische Neue Presse – 27. März 2014

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Der Vorsitzende des Sängerkreises, Gerhard Voss (links), sowie der Vorsitzende der „Harmonie“, Karl-Heinz Dernbach, und der Zweite Vorsitzende Dr. Christopher Dietz (von rechts) ehrten verdiente aktive wie fördernde Mitglieder. Foto: Häring

Von Klaus-Dieter Häring

Limburg-Lindenholzhausen. Das nächste Harmonie-Festival findet vom 25. bis 28. Mai 2017 statt. Einstimmig, bei nur einer Enthaltung, gaben die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung der „Harmonie“ Lindenholzhausen dem Vorstand den Auftrag, mit den Planungen zu starten.

Die Mitglieder der „Harmonie“ Lindenholzhausen haben grünes Licht gegeben für das nächste „Harmonie“-Festival in Lindenholzhausen, das Ende Mai 2017 stattfinden soll. Zuvor hatte Vorsitzender Karl-Heinz Dernbach über den Stand der Planungen berichtet. Demnach gibt es zwei entscheidende Veränderungen aus finanziellen und planerischen Gründen. So wird es 2017 nur vier Festivaltage geben; der Festival-Montag soll gestrichen werden. Auch soll das Folklorezelt auf dem Schulgelände nicht mehr aufgebaut werden. Hintergrund ist, dass es immer schwieriger wird, Chöre und Folkloregruppen für solch ein großes Festival zu bekommen, da inzwischen viele Städte in Deutschland den Marketingeffekt eines internationalen Festivals für ihre Stadt entdeckt haben.

In der Diskussion gaben einige Mitglieder zu bedenken, es werde immer schwieriger, ehrenamtlich tätige Handwerker aus den eigenen Reihen oder befreundeten Vereinen zu finden. Die „Harmonie“-Jugend erklärte jedoch, auch in ihren Reihen gebe es genug Mitglieder, die es verstehen anzupacken. Dafür gab es von der Versammlung großen Applaus.

In seinem Jahresbericht erinnerte Heinz Wessels unter anderem an den Erfolg der „Harmonie“ beim internationalen Chorwettbewerb im englischen Cornwall im vergangenen Jahr. Dort siegte der Chor nicht nur in der international besetzten großen Männerchorklasse – er holte auch mit der höchsten Punktzahl aller teilnehmenden Chöre den Gesamtsieg.

Der Verein „Harmonie“ hat derzeit 401 Mitglieder bei einer Sängerzahl von 90 Sängern. Der Chor hat ein Durchschnittsalter von knapp 51 Jahren und 62 Ehrenmitglieder.

Folgende Sänger, die im vergangenen Jahr auf keiner Gesangstunde fehlten, wurden geehrt: Hans Dernbach, Kurt Weihrauch und „der Sänger des Jahrzehnts“, Hartmud Brahm, der seit zehn Jahren auf keiner Gesangstunde fehlte.

Eine weitere phänomenale Leistung wurde im Anschluss durch den Zweiten Vorsitzenden Christopher Dietz gewürdigt. Er hob das Engagement von Karl-Heinz Dernbach hervor, der in diesem Jahr auf 40 Jahre Vorstandsarbeit verweisen kann.

Geehrt wurden für 65-jährige Mitgliedschaft Josef Hermes, für 60 Jahre Mitgliedschaft Otmar Stein und Arthur Schmitt, für 40-jährige Mitgliedschaft Edmund Dick, Michael Schmitt, Wolfgang Simonis, Dieter Gabb und für 25 Jahre Mitgliedschaft Eric Schaub, Eric Budowsky, Thomas Jung, Michael Stockmann, Beate Gress, Maria Wessels, Stephan Jung, Jürgen Gros und Bernd Beck.

Der Vorsitzende des Sängerkreises, Gerhard Voss, ehrte für 40 Jahre aktives Singen Michael Schmitt und Dieter Gabb sowie für 25 Jahre aktives Singen Thomas Jung und Bernd Beck.

Bilanz des Sängerkonzerts: Ausnahmechor aus Lindenholzhausen begeisterte

HNA – 21. März 2014

Ellershausen. Die Mühe und der Aufwand haben sich gelohnt: Nach dem Chorkonzert in der Frankenauer Kellerwaldhalle, zu dem der Männergesangverein Ellershausen den auf internationaler Ebene ausgezeichneten Chor Harmonie aus Lindenholzhausen gewinnen konnte, fällt das Fazit der Gastgeber positiv aus:

„Allein der Blick auf die Bühne am Konzertabend mit den gelungenen Auftritten der teilnehmenden Chöre war Entschädigung für die viele Arbeit im Vorfeld“, betonte Schriftführer Martin Battefeld gegenüber der HNA.

 

Mit der Organisation des „Feuerwerks der Meisterchöre“ und vor allem durch die Verpflichtung des Männerchors Harmonie habe der Verein „schon etwas Besonderes“ präsentieren wollen, so Battefeld. „Nach den Rückmeldungen die wir bisher erhalten haben, sind wir sicher, dass uns das auch gelungen ist.“ Die Resonanz habe gezeigt, dass der vom Vizepräsidenten des Mitteldeutschen Sängerbundes hervorgehobene „Blick über den Tellerrand“ richtig gewesen sei.

„Wir konnten Besucher aus dem gesamten nordhessischen Raum begrüßen“. Durch den frühzeitigen Ausverkauf der Karten hätte man allerdings viele kurzfristige Anfragen aus der näheren Region nicht erfüllen können, sagte der Schriftführer.

 

Für die Ellershäuser Sänger sei es sehr interessant gewesen, einem solchen Ausnahmechor wie der Harmonie aus Lindenholzhausen bei einer Chorprobe zuschauen zu können. „Insbesondere, wie es dem Dirigenten Martin Winkler gelingt, mit seiner Mimik und Gestik – und trotz des hohen Anspruchs – mit viel Humor die Aufmerksamkeit seiner Sänger auf sich zu ziehen, war sehenswert.“

Auch das Publikum war am Konzertabend vom Temperament des musikalischen Leiters überrascht worden, der seine Sänger mit großer Hingabe und mit vollem Körpereinsatz dirigiert hatte.

 

Die Lindenholzhäuser, die bereits am Mittag angereist waren und den Auftritt in Frankenau mit einem Übungstag verbunden hatten, hätten sich begeistert gezeigt von der Gastfreundschaft der Ellershäuser Sänger, berichtete Martin Battefeld.

„Wir sind zum ersten Mal in Frankenau und sind sehr gerne hierher gekommen“, hatte Chorleiter Martin Winkler am Rande des Konzertabends gesagt. Einige Stücke hätten die Sänger extra für den Auftritt in der Kellerwaldhalle einstudiert. (…)

 

Der studierte Dirigent und Gesangspädagoge Martin Winkler sagte, ihn selbst fasziniere die Klanglichkeit eines so großen Chors. Der Aufbau eines Chores sei kein Problem. „Aber wenn Sie oben sind, ist es schwer dort zu bleiben“. Insgesamt stünden ihm 93 Sänger zur Verfügung. „Bis zum Jahresende wollen wir die 100 voll machen“, kündigte er an.

Ein Jubiläumskonzert, das nachklingt

Nicht enden wollenden Applaus gab es am Samstagabend nach dem „Feuerwerk der Meisterchöre“

Waldeckische Landeszeitung – 16. März 2014

Von Frank Seumer

Frankenau. Der Ellershäuser Männergesangverein traf mit dem hochkarätigen Konzert bei Chorsängern und Musikliebhabern des Frankenberger Landes „voll ins Schwarze“. Anlass für das „Feuerwerk der Meisterchöre“ war das 175-jährige Bestehen des Mitteldeutschen Sängerbundes. Gastgeber und Zuhörer waren nach zweieinhalb Stunden Chorgesang auf höchstem Niveau begeistert und spendeten lang anhaltenden Applaus. 170 Sänger aus vier Chören brachten die Kellerwaldhalle zum Klingen. Schon der Auftakt mit dem Ellershäuser und Goddelsheimer Männergesangverein versprach viel: Mehr als 60 Sänger standen in einem großen Kreis an den Außenwänden der Halle und trugen das Berglied „Benia Calastoria“ stimmungsvoll vor.

Mit „Vivat Musica“ und „Sanctus“ des jungen polnischen Komponisten Piotr Janczak bewies der Ellershäuser Konzertchor unter der Leitung Marion Borns sein Niveau. Der gemischte Chor „Arion“ aus Weidenhausen, dirigiert von Holger Born, bot mit dem schwedischen „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“ wahren Hörgenuss. Kira Müller und Katrin Gornig begeisterten als Solistinnen. Ohne die Zugabe „Blessing of Aaron“ kamen die Männer und Frauen aus dem Wittgensteiner Land nicht von der Bühne. Höhepunkt beim Auftritt des Goddelsheimer Männergesangvereins war der Titel „Nur zu Besuch“, begleitet von Tatjana Kouper am Klavier. Bei der Zugabe „The Lion sleeps tonight“ zum Mitschnipsen brillierten Ralf Bangert und Rene Kleeberg als Solisten. Der Chor wurde ebenfalls von Holger Born dirigiert.

Wild wedelnder Winkler

Maß aller Dinge war am Samstag der Männerchor „Harmonie“ aus Lindenholzhausen mit seinem unnachahmlichen Dirigenten Martin Winkler. 75 Aktive standen auf der Bühne, der Chor zählt insgesamt 93 Sänger zwischen 14 und 86 Jahren. Sie sind mehrfacher internationaler Preisträger, zuletzt Sieger bei einem Chorfestival in Cornwall in England im Mai 2013. In dem 3000 Einwohner zählenden Stadtteil von Limburg bestehen sieben Chöre mit insgesamt 500 Sängern.

„Harmonie“-Dirigent Winkler studierte Musikwissenschaften, Gesangspädagogik und Chor-
 dirigieren in Frankfurt, wo er heute auch eine Musikschule betreibt. „Der Chor ist ein Faszinosum, die Leitung eine unheimlich herausfordernde Arbeit“, betonte Winkler im Gespräch mit der FZ. Der ganztägige Aufenthalt in Frankenau war Teil eines Probenwochenendes, das regelmäßig neben den wöchentlichen Proben im Frühjahr und Herbst stattfindet. Derzeit üben die Sänger für ein eigenes Konzert mit geistlichen Werken im Oktober in der Frankfurter Katharinenkirche. Häufig arbeitet der Chor auch mit Komponisten zusammen und gibt eigene Stücke in Auftrag. „Bei uns kann jeder mitsingen, der regelmäßig mit probt“, sagte Winkler und hob auch den sozialen Aspekt des Chores mit mehreren Generationen hervor.

Siebenstimmiges Ave Maria

Am Samstag boten die Sänger zuerst einen „Blumenstrauß“ klassischer Melodien wie „Wo die roten Rosen blühen“, im zweiten Teil sakrale Musik mit sechs Titeln. Höhepunkt war das „Ave Maria“, siebenstimmig vorgetragen mit einem Doppelchor. Es folgten zwei Zugaben, darunter der heitere Titel „Dry Bones“, untermalt mit kleinen Rasseln, Glöckchen, Trillerpfeifen und Klingeln. Gemeinsam mit den Sängern aus Goddelsheim und Ellershausen erklang der „Abendfrieden“ von Franz Schubert. Marion und Holger Born dirigierten die 140 Sänger zum Abschluss bei „Das Morgenrot“ von Robert Pracht.

Der Vorsitzende der Ellershäuser Gastgeber, Dieter Trollhagen, überreichte Präsente an die Chorleiter. Er hatte die mitwirkenden Chöre vorgestellt. Der Vizepräsident des Mitteldeutschen Sängerbundes. Klaus Trollhagen. sprach von einem „unvergesslichen Abend“. Durch das Programm führte Karl-Heinz Wenzel.